Herbstausflug vom 18. September 2024

Für den Herbstausflug der Motorflugveteranen hatte Vorstandsmitglied Hansueli Schaffer auf seinem «Heimatflugplatz» ein spannendes Programm zusammengestellt. Die Besichtigung eines Flugplatzes, der einst ein Bauernhof war und ein Mittagessen in einem Wasserschloss sorgte für viele neue Eindrücke.

Dass man bei einem Vortrag über einen Flugplatz in einem früheren Kuhstall sitzt, ist doch eher ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist aber auch die Geschichte der Flying Ranch Triengen, eine feste Institution im Suhrental und seit 1947 im Besitz der Familie Müller.  Präsident a.I. Peter Thut konnte am Morgen rund 100 Veteranen auf der Terrasse des Flugplatzrestaurants begrüssen. Trotz der Hochnebeldecke waren einige Mitglieder sogar per Flugzeug angereist.

Zwei Kameraden wurden schmerzlich vermisst: Präsident Urs Adam und Louis Hammer, die beide diesen Mai unerwartet verstorben waren. Erfreulicherweise verstärkt Ruedi Burgstaller den Vorstand der Motorflugveteranen.

Trotz der tiefen Wolkendecke konnte der erste Höhepunkt planmässig durchgeführt werden. Bruno Müller, mehrfacher Schweizer Meister im Kunstflug, präsentierte ein spezielles Akro-Programm mit seiner Suchoi Su-26, von dem herrlich klingenden 9-Zylinder-Sternmotor von 400 PS Leistung angetrieben. Was der Ausnahmepilot mit Jahrgang 1961 zeigte, sorgte bei den Zuschauern für Begeisterung. Er und seine Ehefrau Trudy führen die Flying Ranch seit Jahrzehnten.

Im anschliessenden Rundgang wurden die verschiedenen Aktivitäten auf der Flying Ranch vorgeführt:

Eugen Wüest präsentierte in seiner humoristischen Art seine Yak-52, die er selbst auf seinem Bauernhof aufgebaut hatte. In jahrelanger Arbeit mit entsprechendem finanziellem Aufwand gelang ihm eine einzigartige Yak-52 in verspiegelter Chromlackierung.

Frederik Wildi sprach über die Aktivitäten des Para-Sport-Clubs Triengen und demonstrierte den aufmerksamen Veteraninnen und Veteranen Funktion und Form der Fallschirme.

Dass Ehepaar Müller stellte uns das Entstehen und den Ausbau des Flugplatzes Triengen zum heutigen Stand im Detail vor. Dabei wurde besonders die Zusammenarbeit mit den Anrainern und der Bevölkerung von Triengen hervorgehoben, welche es ermöglichte, den Flugplatz zu betreiben.

Es war nicht immer einfach, die begeisterten Veteranen von den einzelnen Posten zu lösen und am Schluss dazu zu bewegen, den bereitstehenden Car zu besteigen. Denn die nächste Etappe wartete bereits: das Wasserschloss Wyher in Ettiswil, wo der Apéro und das Mittagessen warteten. Und wo es vor allem auch Zeit für Gespräche gab.