Berichte

Generalversammlung vom 26. März 2026

Am 26. März, kurz vor neun Uhr, füllte sich der Saal im Schweizerischen Paraplegikerzentrum SPZ in Nottwil nach und nach mit den Motorflug-Veteranen. Bei Kaffee und frischen Gipfeli wurde angeregt geplaudert, Erinnerungen wurden ausgetauscht und Neuigkeiten diskutiert. Die entspannte Atmosphäre wich erst, als Präsident Bruno Dobler die Generalversammlung offiziell eröffnete. Ein besonderer Willkommensgruss galt den Anwesenden durch den neuen Geschäftsführer des AeCS, Chrigel Markoff. Über neunzig Mitglieder hatten sich eingefunden, darunter auch zahlreiche verdiente Ehrenmitglieder, um gemeinsam die Traktanden zu behandeln.

Doch der Anlass war nicht nur von Freude geprägt: Mit stillem Respekt gedachte man neun Kameraden, die im vergangenen Jahr zu ihrem letzten Flug aufgebrochen waren. Eine Schweigeminute verlieh diesem Moment besondere Tiefe. Umso erfreulicher war die Nachricht, dass seit dem 1. Januar 2025 insgesamt 23 neue Veteranen in den Verein aufgenommen werden konnten – ein Zeichen lebendiger Gemeinschaft.

Yves Burkhardt verstärkt den Vorstand
In seinem Jahresrückblick liess Präsident Bruno Dobler die vergangenen Monate Revue passieren. Besonders in Erinnerung blieb der gelungene Herbstausflug zum Rheinfall – ein Anlass, der dank der hervorragenden Organisation von Vorstandsmitglied Ruedi Burgstaller zu einem echten Höhepunkt wurde. Nach der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Kassier sowie der Genehmigung von Budget und Mitgliederbeitrag stand ein wichtiger Punkt an: die Wahl von Yves Burkhardt in den Vorstand. Der langjährige ehemalige Generalsekretär des AeCS wurde mit herzlichem Applaus gewählt. Mit ihm gewinnt der Verein eine bestens vernetzte Persönlichkeit, die nicht nur über grosse Erfahrung verfügt, sondern auch eine wichtige Brücke zum AeCS schlägt und den Verein nach aussen überzeugend repräsentiert.

Aus Veteranen werden Aviatoren
Zügig und effizient führte die Versammlung durch die Traktanden – Diskussionen blieben die Ausnahme. Am meisten Spannung versprach Traktandum 8: die geplante Statutenänderung. Der Vorstand hatte beantragt, den Vereinsnamen zu ändern – ein Vorschlag, der bereits im Vorfeld ausführlich begründet worden war. Entsprechend kurz fiel die Debatte aus: Nur zwei Mitglieder ergriffen das Wort, beide mit positiven Voten. Der Entscheid fiel klar: Der Verein tritt künftig unter dem Namen Senior Aviators Switzerland auf. Ein Name, der moderner wirkt und gleichzeitig deutlich macht, dass hier nicht nur Veteranen zusammenkommen, sondern erfahrene Aviatoren, die ihre Leidenschaft und ihr und ihr umfassendes Wissen und das Netzwerk fürs Fliegen weiterhin verbindet.


Herbstausflug vom 18. September 2025

Ein wunderschöner Herbsttag, eine romantische Bootsfahrt unterhalb des Rheinfalls, ein stilvolles Mittagessen und zwei Referate von Dr. Matthias Ackeret sorgten für einen erfolgreichen Herbstausflug der Motorflugveteranen des AeCS.

Mehr als 90 Motorflugveteranen konnte MFV-Präsident Bruno Dobler am 18. September im Hof von Schloss Laufen am Rheinfall begrüssen. Anschliessend bestiegen sie im Rheinfallbecken zwei Boote für die Fahrt auf dem «Schweizer Amazonas», wie sich einer der Bootsführer ausdrückte.

Tatsächlich fliesst der Rhein zwischen Rheinfall und Kraftwerk Eglisau als breiter Strom zwischen über weite Strecken unverbauten Ufern dahin, einzig unterbrochen durch die Häuser von Nohl, die unmittelbar an und teilweise auf der Grenze zu Deutschland stehen. Die Bootsführer informierten unter anderem über Pläne für eine Wiederansiedlung des früher im Rhein heimischen Lachses. Die Bootsfahrt endete mit ein paar Runden im Rheinfallbecken.

Nach dem Ausstieg und dem Besuch der beiden unmittelbar am tosenden Fall erstellten Plattformen setzten sich die Veteranen im Rittersaal an die gediegen gedeckten Tische, genossen das gute Essen, frischten alte Beziehungen auf und knüpften neue Kontakte. Als Gastreferent schloss Dr. Matthias Ackeret das Essen mit interessanten Ausführungen zu Geschichte und Gegenwart des Rheinfalls ab, dem auf der Grenze der Kantone Schaffhausen und Zürich liegenden Naturwunder.

Zum Abschluss traf sich eine MFV-Gruppe ausserhalb des Schlosses bei der Kapelle und dem danebenstehenden Pfarrhaus und lauschte den Erläuterungen von Dr. Matthias Ackeret, Entwickler von Teleblocher, über Christoph Blocher, der hier als Pfarrerssohn seine Jugend verbracht hatte. Zahlreiche Teilnehmer/innen traten darauf den Heimweg an, so dass Bruno Dobler nur noch einen Teil der Motorflugveteranen verabschieden konnte.


Herbstausflug vom 18. September 2024

Für den Herbstausflug der Motorflugveteranen hatte Vorstandsmitglied Hansueli Schaffer auf seinem «Heimatflugplatz» ein spannendes Programm zusammengestellt. Die Besichtigung eines Flugplatzes, der einst ein Bauernhof war und ein Mittagessen in einem Wasserschloss sorgte für viele neue Eindrücke.

Dass man bei einem Vortrag über einen Flugplatz in einem früheren Kuhstall sitzt, ist doch eher ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist aber auch die Geschichte der Flying Ranch Triengen, eine feste Institution im Suhrental und seit 1947 im Besitz der Familie Müller.  Präsident a.I. Peter Thut konnte am Morgen rund 100 Veteranen auf der Terrasse des Flugplatzrestaurants begrüssen. Trotz der Hochnebeldecke waren einige Mitglieder sogar per Flugzeug angereist.

Zwei Kameraden wurden schmerzlich vermisst: Präsident Urs Adam und Louis Hammer, die beide diesen Mai unerwartet verstorben waren. Erfreulicherweise verstärkt Ruedi Burgstaller den Vorstand der Motorflugveteranen.

Trotz der tiefen Wolkendecke konnte der erste Höhepunkt planmässig durchgeführt werden. Bruno Müller, mehrfacher Schweizer Meister im Kunstflug, präsentierte ein spezielles Akro-Programm mit seiner Suchoi Su-26, von dem herrlich klingenden 9-Zylinder-Sternmotor von 400 PS Leistung angetrieben. Was der Ausnahmepilot mit Jahrgang 1961 zeigte, sorgte bei den Zuschauern für Begeisterung. Er und seine Ehefrau Trudy führen die Flying Ranch seit Jahrzehnten.

Im anschliessenden Rundgang wurden die verschiedenen Aktivitäten auf der Flying Ranch vorgeführt:

Eugen Wüest präsentierte in seiner humoristischen Art seine Yak-52, die er selbst auf seinem Bauernhof aufgebaut hatte. In jahrelanger Arbeit mit entsprechendem finanziellem Aufwand gelang ihm eine einzigartige Yak-52 in verspiegelter Chromlackierung.

Frederik Wildi sprach über die Aktivitäten des Para-Sport-Clubs Triengen und demonstrierte den aufmerksamen Veteraninnen und Veteranen Funktion und Form der Fallschirme.

Dass Ehepaar Müller stellte uns das Entstehen und den Ausbau des Flugplatzes Triengen zum heutigen Stand im Detail vor. Dabei wurde besonders die Zusammenarbeit mit den Anrainern und der Bevölkerung von Triengen hervorgehoben, welche es ermöglichte, den Flugplatz zu betreiben.

Es war nicht immer einfach, die begeisterten Veteranen von den einzelnen Posten zu lösen und am Schluss dazu zu bewegen, den bereitstehenden Car zu besteigen. Denn die nächste Etappe wartete bereits: das Wasserschloss Wyher in Ettiswil, wo der Apéro und das Mittagessen warteten. Und wo es vor allem auch Zeit für Gespräche gab.